Ziele

Naturschutzfachliches Ziel des Beweidungsprojekts am Einödsberg war und ist die Artenvielfalt der Pflanzen in den unter traditioneller Nutzung entstandenen artenreichen Weiderasen auf einem Allgäuer Blumenberg wieder herzustellen und langfristig zu erhalten.
Ziel von Besitzer und Alpwirtschaftlichem Verein ist eine traditionelle Nutzung zu erhalten und wirtschaftlich nachhaltig zu betreiben.
Ziel der wissenschaftlichen Untersuchungen war für Entscheidungen zur Nutzung und Pflege des Gebiets eine Daten- und Wissensgrundlage zu schaffen. Dies entspricht den Forderungen des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (engl: Convention on Biological Diversity - CBD): Forschung bezüglich Status und Trends der Vielfalt in Agrarlandschaften zu fördern und Technologien zu identifizieren, die positive Effekte auf die biologische Vielfalt haben. Denn nur auf diese Weise kann das von der Europäischen Union für 2010! formulierte Ziel, den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen, als ernsthaft aufrecht erhalten werden.

Die wissenschaftlichen Fragestellungen waren:

  • Welche Pflanzengesellschaften mit welcher Artausstattung und welche bemerkenswerten Arten Höherer Pflanzen kommen im Untersuchungsgebiet (UG) vor?
  • Wie stellt sich die Flora und Vegetation im UG im Verhältnis zu vergleichbaren, nicht mit Schafen beweideten Gebieten dar?
  • Wie verändert sich die Vegetation nach Aufgabe der Schafbeweidung unter a) intensiver Beweidung durch Rinder, b) extensiver Beweidung durch Rinder, c) Nutzungsauflassung, d) Mahd?
  • Wie hoch ist die Artenvielfalt der Arthropoden im Untersuchungsgebiet?
  • Welche Faktoren prägen Artenreichtum und Zusammensetzung der untersuchten Bodentiergemeinschaften?
  • Wie stark hat sich die Arthropodenfauna durch die langjährige intensive Schafbeweidung verändert?
  • Wie hat sich die Fauna nach Aufgabe der Schafbeweidung verändert?
  • Wie lassen sich die Ergebnisse der vegetationskundlichen und faunistischen Untersuchungen in Hinblick auf Nutzungsempfehlungen zusammen interpretieren?
  • Inwieweit lassen sich die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Gebiete mit vergleichbarer Problematik übertragen?